22.09.2018 - 40 Jahre LandFrauenverein Bötersen u. U.

Die persönliche Begrüßung aller Gäste durch die 1. Vorsitzende Susanne Cordes leitete über zum anschließenden Sektempfang, der musikalisch von Christoph Unthan begleitet wurde. Eine über den ganzen Abend laufende Bilderpräsentation ließ die Aktivitäten der letzten 40 Jahre Revue passieren und bot Anlaß zu manchem Gespräch. Nach einem gemeinsamen Essen gab es ein Grußwort der stellvertretenden Bürgermeisterin Ulrike Fajen. Danach erfolgten die Ehrungen für die bisherigen 1. Vorsitzenden Ingrid Holsten (posthum), Elfriede Fresen, Christa Dodenhof, Anke Solte und Marianne Jahn-Bärhold. Ebenfalls geehrt wurden die Gründungsmitglieder und die Damen, die seit 40 Jahren dem Verein angehören. Eine sehr persönliche Stellungnahme zum Jubiläum brachte Susanne Cordes dar, die bei der Gründung des Vereins noch gar nicht geboren war und dies auch zum Ausdruck brachte. Das vorgelesene Programm aus dem Gründungsjahr verdeutlichte, dass die Themen von damals auch heute nichts an Attraktivität verloren haben.

Im Unterhaltungsteil gab der Comedian Volker Meyer als Bauer Maier Einblicke in sein Leben auf dem Hof und in der weiten Welt. Szenenapplaus war ihm sicher.

Mit einem gemütlichen Beisammensein klang die Jubiläumsfeier aus. © Elke Müller

Nachfolgend einige visuelle Eindrücke von der Feier:

Musikalische Untermalung durch Christoph Unthan
Es ist eingedeckt - die Gäste können kommen!
Das Festkomitee in gespannter Erwartung
Fröhliche Gäste 1
Fröhliche Gäste 2
Fröhliche Gäste 3
Fröhliche Gäste 4
Fröhliche Gäste 5
Fröhliche Gäste 6
Fröhliche Gäste 7
Fröhliche Gäste 8
Fröhliche Gäste 9
Ulrike Fajen meldet sich zu Wort
Die geehrten Gründungsmitglieder und die 40jährigen
Bauer Maier

Und wer sich noch nicht sattgesehen hat: Hier geht's zum Artikel der Rotenburger Rundschau.

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22.06.2018 Halbtagstour Worpswede

Mit einer kleinen Gruppe wissbegieriger Landfrauen ging es in Fahrgemeinschaften nach Worpswede. Dort angekommen wurden wir von der dortigen Vorsitzenden des LFV Worpswede mit einem Begrüßungstrunk empfangen. Anschließend nahm uns die Gästeführerin unter ihre Fittiche und spazierte mit uns den Verlobungsgang entlang zum Stolte-Haus, von dort zur Zionskirche und auf dem angrenzenden Friedhof zum Grab von Paula Becker-Modersohn. Über alle Örtlichkeiten wusste sie informativ und unterhaltsam zu berichten. Eine kleine Wanderung über den Weyer Berg zur Käseglocke und dann zum „Cafe Verrückt“ war dann schon fast das Ende der Führung. Vorbei an der Bonze des Humors (eine lachende Buddha-Statue)ging es zum Museum am Modersohn-Haus. Dort erfuhren wir noch vieles über die Maler der Künstlerkolonie Worpswede. Und wer jetzt noch Lust bekommen hat, mehr über Paula Modersohn-Becker, Fritz Mackensen, Hans vom Ende, Heinrich Vogeler, Otto Modersohn u. a. zu erfahren: hinfahren lohnt sich immer. Beendet wurde dieser informative und kurzweilige Nachmittag mit einem Kaffeetrinken in der Hamme Hütte Neu Helgoland bei leckeren Kaffeespezialitäten und hausgemachtem Kuchen. ©Elke Müller

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21.04.2018 Milch-Bier-Honig-Tour

Bei schönstem Frühlingswetter starteten die Mitglieder des Landfrauenvereins Bötersen u. Umgebung zu einer Milch-Bier-Honig-Tour.

Sie nutzten die Chance zum Erlebnispaket der seltenen Art und betrachteten die Tierhaltung von einer anderen Seite. Bei einer Besichtigung des Melkkarussells und einer Fahrt durch den Kuhstall der Familie Kriemsmann mit 1600 Milchkühen waren sie erstaunt, welch raffiniertes modernes Konzept dahintersteckt. Besonders die Ruhe beim Melken und im riesigen licht- und luftdurchfluteten Kuhstall war bemerkenswert.

Nach einer Stärkung im Brauhaus Wagenfeld mit seinen Bierspezialitäten führte sie der Weg weiter zur Erlebnis-Imkerei Hanking. Ein Kleinod in herrlich ruhiger Lage. Nach umfangreichen Informationen zum Thema Bienenhaltung und Honigherstellung konnte im umgebauten Göpelhaus der frische Butterkuchen mit Honigcreme aus dem eigenen Backhaus genossen werden.

Fazit: Ein gelungener Ausflug mit neuen Informationen zum Thema moderner Tierhaltung und Honigherstellung. ©Heike Cordes

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17.03.2018 Jahreshauptversammlung

Susanne Cordes ist neue Vorsitzende der Landfrauen Bötersen und Umgebung

Sechs Jahre leitete Marianne Jahn-Bärhold die Geschicke der Landfrauen Bötersen und um Umgebung als erste Vorsitzende und zusätzlich war sie auch davor bereits im Vorstand tätig. Doch bei der aktuellen Jahreshauptversammlung beim Gasthaus  „Heidejäger“ in Mulmshorn stellte sie ihr Amt zur Verfügung. Ein Entschluss, den sie im Wesentlichen damit begründete, dass die terminlichen Anforderungen gerade auch auf übergeordneter Ebene von ihr in dem nötigen Maße nicht mehr wahrgenommen werden konnten. „Allein für die Gremienarbeit hatte ich jeden Monat zwei Termine. Dazu kommen noch die vereinsinternen Verpflichtungen und dergleichen. Ich weiß nicht, wie man das in Zukunft anders gestalten kann, aber vielleicht muss der Vorstand noch enger zusammenrücken“, sagte sie. Wie schwer ihr der Abschied aus der Vorstandsarbeit fiel, ließ sich erahnen, als sie sich bei ihren Vorstandskolleginnen für die besonders gute Zusammenarbeit bedanken wollte und ihr dabei die Stimme versagte. Da der Entschluss zum Rücktritt über einen längeren Zeitraum gereift war, wurde bereits im Vorfeld nach einer geeigneten Nachfolgerin gesucht. Diese wurde in Susanne Cordes, der bisherigen zweiten Vorsitzenden, gefunden. Sie wurde mit überwältigender Mehrheit gewählt. „Ich nehme die Wahl sehr gerne an und freue mich schon auf meine neue Tätigkeit“, sagte sie und bedankte sich ausdrücklich bei ihrer Vorgängerin für die, so wörtlich, hervorragende Arbeit, die sie geleistet habe. Der nun vakante Posten der zweiten Vorsitzenden wurde aktuell noch nicht neu besetzt, dafür aber das Amt der Beisitzerin, das in Zukunft Jennifer Dodenhoff übernehmen wird. Zu den Gästen des Vormittags gehörte die Vorsitzende des Kreisverbands, Ina Behrens, die einen umfangreichen Einblick in ihre Tätigkeiten gab.  Außerdem stand Fahrschullehrer Hartwig Müller aus Höperhöfen Rede und Antwort zu allen Fragen rund um das Themengebiet Straßenverkehr und Führerscheinwesen. Nach zaghaftem Beginn entwickelte sich eine Art Fahrschulunterrichtsstunde, bei der Müller sich als ebenso redegewandt, wie auch umfangreich informiert präsentierte. Für das kommende Jahr sind wieder einige Aktionen der Landfrauen geplant und ein Termin fand besondere Erwähnung. Da der Verein vor 40 Jahren gegründet wurde, soll dieses „kleine Jubiläum“, wie Susanne Cordes es nannte, am 22. September feierlich begangen werden. Details über Art und Umfang der Feier werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben. ©Matthias Daus

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20.02.2018 AK Kochen: Mediterrane Küche

„Mediterrane Küche“ war das Thema eines Kochabends, zu dem der LandFrauenverein Bötersen u. U. seine Mitglieder eingeladen hatte. Die mediterrane Kost gilt als gesunde Ernährungsform bei Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Übergewicht und kombiniert Olivenöl, frisches Gemüse wie Tomaten, Paprika, Zucchini, Knoblauch, Lauch, Zwiebel, Fisch, Kräuter und Gewürze wie Thymian, Rosmarin, Salbei, Fenchel, und Basilikum, Nudeln und Reis zu gesundem Essen.

Auf dem Zürnshof in Hassendorf schnippelten die Frauen Gemüse und Kräuter und kombinierten das Kleingeschnittene mit Fisch und Hackbällchen zu Kreationen aus der Mittelmeerküche. Außerdem gab es  eine mediterrane Kohlsuppe, einen Nudelsalat und natürlich ein leckeres Dessert. Als Zugeständnis an die deutsche Küche gab es aber auch Kartoffeln in Form von Rosmarinkartoffeln. In fröhlicher Runde wurden die Gerichte bei einem Glas Wein verköstigt und für gut befunden. Ein Dankeschön ging an Marianne Jahn-Bärhold, die für die Vorbereitung und die Durchführung dieses Events verantwortlich zeichnete. ©Elke Müller

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07.02.2018 Bienen - Artenvielfalt im Garten

Bienensterben und der Rückgang der Artenvielfalt sind derzeit brandaktuelle Themen, vor denen sich niemand verschließen sollte. Die Landfrauen Bötersen und Umgebung hatten deshalb zu einem Vortragsabend zum Thema „Ein Garten zum Leben“ mit der Referentin Sarina Pilz in das Hassendorfer Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Die beim NABU beschäftigte Landschafts-ökologin hatte es sich an diesem Abend zum Ziel gesetzt, Wege aufzuzeigen, wie auch der eigene Garten dafür geeignet sein kann, diesem besorgniserregenden Trend entgegenzuwirken. Allgemein ein interessantes Thema, wie es schien, denn im Publikum war auch der ein oder andere männliche Zuhörer zu finden. Doch bevor die Referentin auf Details rund um den Garten zu sprechen kam, präsentierte sie vorab ein paar allgemeine Fakten. Wie zum Beispiel die fortschreitende Versiegelung der Böden in Deutschland in der Größe von 125 Fußballfeldern täglich. Monokulturen in der Landwirtschaft oder künstlichen Biotopen sprach sie dabei ebenso an, wie den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und Giften. Die Folgen seien fatal. Es gäbe weniger Insekten und Ruhe- und Nistplätze für Tiere, im Besonderen für Vögel. So hat sich beispielsweise die Anzahl der Brutpaare unter den Staren innerhalb von 11 Jahren beinahe halbiert und die Biomasse der Fluginsekten ist in den letzten 25 Jahren sogar um 25% zurückgegangen. Dem eigenen Garten käme eine enorme Bedeutung im Kampf gegen diese Problematik zu.  „Die Gesamtfläche der Gärten in Deutschland ist größer als die Gesamtfläche der Naturschutzgebiete“, sagte Sarina Pilz. Ein Potential, dass auch mit einfachen Mitteln gut nutzbar sei. In ihren Ausführungen widmete sie sich zunächst den heimischen Vögeln und wie man sie unterstützen könne. Sei es durch das Bereitstellen von Wasser, Nistmöglichkeiten und Nahrung. „Man sollte am Besten die Gärten so gestalten, dass sie das ganze Jahr Nahrung für die Vögel bieten“, sagte die Referentin. Ein wichtiger Baustein seien dabei Insekten. Und für diese ist im Garten viel Potential vorhanden. Wichtig sei es, möglichst auf exotische Pflanzen zu verzichten und lieber heimische Gewächse in die Gestaltung zu integrieren. Ein Komposthaufen sei ebenso ein idealer Lebensraum für die Kleinsttiere, wie auch Laub in den Beeten. Offene Böden sind sinnvoller als Rasen und bei blühenden Pflanzen ist nicht alles was schön aussieht auch für Insekten und besonders für Bienen geeignet. Forsythien sind dabei ein bekanntes Beispiel. Besser sei es Saatgutmischungen zu verwenden, die auf den Bedarf der Tiere abgestimmt wären.  Auch bei Insektenhotels und dergleichen gäbe es einige Grundanforderungen, die erfüllt sein sollten, damit sie ihre Bestimmung erfüllen könnten. Mit vielen praktischen Beispielen zeigte die Landschaftsökologin Wege auf, wie man auch mit verhältnismäßig wenig Aufwand viel für die Erhaltung der Artenvielfalt erreichen kann.  „47 Insektenarten gehen an den Löwenzahn. Vielleicht sollte man ihn einfach mal stehen lassen“, regte sie an. ©Matthias Daus

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09.01.2018 Annika Perlmann erzählt von der Tippelei

Annika Perlmann in Zimmermannskluft

Eine Zimmerin auf Wanderschaft

Ja, Sie haben richtig gelesen: Zimmerin heißt das weibliche Gegenstück zum Zimmermann und keinesfalls Zimmerfrau oder gar Zimmermädchen. Diese Information stellte Annika Perlmann an den Anfang ihres Vortrages über 4 Jahre und 1 Tag auf der Walz. Der LandFrauenverein Bötersen u. U. und der Seniorenkreis „Blievt in Gang“ hatten gemeinsam eingeladen. Nach kurzer Begrüßung durch Heike Cordes und Anne Corleis erwartete die Gäste nach dem Kaffeetrinken ein unterhaltsamer Nachmittag zum Thema Tippelei. Voraussetzungen, um auf Wanderschaft zu gehen, sind der Gesellenbrief, man muss ledig sein, schuldenfrei, kinderlos, jünger als 30 Jahre und vorstrafenfrei. Während der Wanderschaft darf man dem Heimatort, den man durch Übersteigen des Ortsschildes verlässt, nicht näher als 50 km kommen. Reisen darf man nur zu Fuß oder per Anhalter, besitzen darf man nur das, was man bei sich trägt. Im „Charlie“, dem Wanderbeutel, befindet sich Ersatzkleidung, Schlafsack und persönlicher Bedarf, ein Handy allerdings wird man vergeblich suchen. Die Wanderkluft besteht aus der Jacke, die bis zu 10 kg wiegen kann, der Staude (dem Hemd), der Weste, der Hose, dem Koppel, den Schuhen, dem Hut (der nur zum Schlafen, zum Essen, in der Küche und in der Kirche abgenommen wird) und dem Stenz, dem Wanderstab. Man reist, um zu arbeiten und arbeitet, um zu reisen. Die Verweildauer in einem Betrieb beträgt zwischen drei und sechs Monaten, dann muss der Geselle weiterziehen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Wanderschaft Pflicht, wenn man den Meisterbrief erlangen wollte; heute sind nur noch 300 bis 350 Gesellen auf der Walz. Besonders gegruselt hat es die Zuhörer, als Frau Perlmann von der Sitte erzählte, sich das Loch für den Ohrring stechen zu lassen. Das wurde bei ihr von einem Schmied mit einem extra geschmiedeten Nagel gemacht. Der Nagel, das Loch und die Zimmerin und der Schmied wurden mit Alkohol sprich Korn desinfiziert, die Zimmerin und der Schmied auch von innen. Die Wanderschaft endet dann so wie sie begonnen hat: mit dem Übersteigen des Ortsschildes, jetzt allerdings aus der anderen Richtung.

Abschließend zeigte Frau Perlmann Bilder von ihrer Wanderschaft, die in Deutschland begann und sie in viele Länder führte u.a. Kanada, Australien, Tschechien, Grönland, Neuseeland, England und Irland. Langanhaltender Applaus belohnte diesen über zwei Stunden dauernden Vortrag, der mit viel Witz und Humor gehalten wurde. ©Elke Müller

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